Diese Kunstturn-EM war ein großer Erfolg

Positiver Abschluss einer gelungenen Großveranstaltung: Die Kunstturn-EM 2021 in Basel war sowohl sportlich als auch organisatorisch ein großer Erfolg. Das aufwändige Schutzkonzept bewährte sich.

Mit einem spektakulären Finalsonntag ging die 9. Einzel-Kunstturn-Europameisterschaft in Basel zu Ende. War der Großanlass im Vorfeld mit vielen Unwägbarkeiten verbunden gewesen, so konnten die Veranstalter am Ende ein positives Fazit ziehen. „Wir wollten den 280 Kunstturnerinnen und Kunstturnern trotz coronabedingt erschwerter Umstände einen perfekten und würdigen Rahmen für die Wettkämpfe bieten“, sagte Kathrin Amacker, Präsidentin des Organisationskomitees, „das ist uns auch ohne Zuschauer vor Ort vollauf gelungen.“ Basel habe mit dieser EM Maßstäbe gesetzt, so Kathrin Amacker weiter. „Die Stadt konnte sich europaweit in bestem Licht präsentieren und beweisen, dass sie als Schauplatz für Großveranstaltungen gerüstet ist.“ Die EM generierte mit den rund 700
Mitgliedern der Delegationen aus 38 Ländern insgesamt 5800 Logiernächte.

„Diese Halle ist wie geschaffen fürs Kunstturnen“

Dr. Farid Gayibov, Präsident von European Gymnastics, zog ebenso eine sehr positive Bilanz: „Ich möchte den Regierungen von Basel-Stadt und Baselland für die große Unterstützung danken. Das Organisationskomitee hat unter extrem schwierigen Bedingungen einen fantastischen Job gemacht und die zusätzlich nötigen Maßnahmen
wegen der Covid-Epidemie in einer absolut professionellen Weise gehandhabt“. Besonders angetan zeigte sich Dr. Farid Gayibov von der St. Jakobshalle: „Diese Halle ist wie geschaffen fürs Kunstturnen.“ Natürlich sei es schade gewesen, dass vor Ort kein Publikum zugelassen war. Aber mit der Möglichkeit, die Kunstturnerinnen und Kunstturner auf virtuellem Weg anzufeuern, habe man für Ersatz gesorgt. „Es war eine Freude zu sehen, wie Familienangehörige und Fans von nah und fern die Athletinnen und Athleten unterstützten.“ Basel habe für eine große Show gesorgt, die beim Fernsehpublikum sehr gut angekommen sei; das würden die guten Feedbacks aus aller Welt zeigen. Dr. Farid Gayibov: „Gratulation dafür!“

Kompletter Medaillensatz für die Schweiz

Sportlich bleibt die EM ebenfalls in denkwürdiger Erinnerung: Giulia Steingruber (Gold im Sprung), Benjamin Gischard (Silber im Bodenturnen) und Christian Baumann (Bronze am Barren) setzten für die Schweiz ein Ausrufezeichen. Die EM galt als Hauptprobe für die Olympischen Spiele in Tokio und hatte deshalb für die Athletinnen und Athleten einen großen Stellenwert in ihrer Jahresplanung, nicht zuletzt weil in den letzten zwölf
Monaten kaum mehr internationale Wettkämpfe hatten stattfinden können. Die EM musste in einer schwierigen Phase der Pandemie bei steigenden Fallzahlen durchgeführt werden. Doch die aufwändigen Schutzkonzepte griffen erfolgreich, auch weil sich die Beteiligten an alle Vorgaben hielten. „Unter den 700 Angehörigen der Delegationen gab es bis Sonntagabend keinen einzigen Corona-Fall“, durfte Beat Läuchli, Geschäftsführer der Kunstturn-EM, erfreut feststellen. Insgesamt wurden für die rund 1500 Personen, die sich während der EM-Woche am Schauplatz des Geschehens aufhielten, über 3000 Schnelltests sowie 600 PCR-Tests durchgeführt. Bei den Medienschaffenden gab es einen positiven Fall. Zudem wurden drei Angehörige außerhalb der sogenannten «Bubble» vor ihrem Einsatz positiv auf Corona getestet.

Danke an alle Helferinnen und Helfer

Solch ein Großanlass ist ohne freiwillige Helferinnen und Helfer längst nicht mehr zustemmen: Die 600 Volunteers leisteten rund 16’000 ehrenamtliche Helferstunden. „Ihnen gebührt unser großer Dank“, erklärt Kathrin Amacker. „Sie hätten ebenfalls eine Goldmedaille verdient.“

Steingruber gewinnt Gold – Gischard holt Silber bei nächstem Titel für Nagornyy

Am Boden gewinnt Russlands Nikita Nagornyy seinen zweiten Titel bei dieser EM. Spektakulär sein gebückter Dreifachsalto gebückt zu Beginn seiner Übung, eine Höchstschwierigkeit. Mit 6,8 Punkten in der Ausgangswertung kann kein anderer Finalteilnehmer mithalten. Zweiter wird Benjamin Gischard mit einer super Übung und kaum Wacklern bei seinen Landungen. Das belohnen die Kampfrichter mit der höchsten Ausführungswertung aller acht Turner. Auch der Italiener Nicola Bartolini glänzt mit guter Ausführung und gewinnt Bronze trotz niedriger Ausgangswertung.

  1. Nagornyy 15,166
  2. Gischard 14,966
  3. Bartolini 14,666

Mit ihrer zehnten EM-Medaille ist Giulia Steingruber zurück auf der internationalen Bühne: Bei den Kunstturn-Europameisterschaften Basel 2021 gewinnt Giulia Steingruber Gold am Sprung. Wie schon in Bern 2015 gewinnt Steingruber also den Europameistertitel am Sprung bei einer Heim-EM. Silber sichert sich Jessica Gardirova aus Großbritannien, Bronze geht an Angelina Melnikova aus Russland.

  1. Giulia Steingruber 14,824
  2. Jessica Gardirova 14,466
  3. Angelina Melnikova 14,416

Überraschung am Pauschenpferd: Artur Davtyan aus Armenien gewinnt den Titel vor Nikita Nagornyy, der seine dritte Medaillle gewinnt. Beide bekommen die gleiche Endwertung, da Davtyan die höhere Ausführungsnote erhält, gewinnt er Gold. Bronze geht an Joe Fraser aus Großbritannien.

  1. Artur Davtyan 14,266
  2. Nikita Nagornyy 14,266
  3. Joe Fraser 14,066

Spektakulär geht es im Stufenbarrenfinale zu, das Ergebnis nach den bisherigen Leistungen der Turnerinnen bei der Kunstturn Europameisterschaften Basel 2021 aber weniger überraschend: Angelina Melnikova gewinnt Gold vor ihrer Teamkollegin Vladislava Urazova, die ihr erstes Finale bei den Seniorinnen turnt. Bronze geht an Emelie Morgan aus Großbritannien.

  1. Angelina Melnikova 14,500
  2. Vladislava Urazova 14,333
  3. Amelie Morgan 14,100

An den Ringen wird das griechische Kraftpaket seiner Favoritenrolle gerecht: Eleftherios Petrounias gewinnt verdient und mit deutlichem Abstand Gold. Silber geht an Nikita Nagornyy, der damit in allen bisherigen Wettbewerben bei der Kunstturn-Europameisterschaft Basel 2021 eine Medaille gewinnt. Salvatore Maresca gewinnt für Italien die zweite Bronzemedaille des Tages.

  1. Eleftherios Petrounias 15,400
  2. Nikita Nagornyy 15,033
  3. Salvatore Maresca 14,900

Die Jugend stürmt das Podest – Listunova gewinnt Gold

Viktoriia Listunova gewinnt bei ihrem ersten Wettkampf bei den Seniorinnen die Goldmedaille im Mehrkampf der Kunstturn-Europameisterschaften Basel 2021. Die 15-Jährige zeigt vier tolle Übungen ohne große Fehler und erturnt sich insgesamt 56,731 Punkte. Am Stufenbarren (14,466 Punkte) und Schwebebalken (14,066 Punkte) bekommt sie die Tageshöchstwertung. Silber gewinnt Angelina Melnikova mit 1,299 Punkten Rückstand auf Listunova. In der Qualifikation war die Reihenfolge der beiden Russinnen noch umgekehrt. Melnikova patzt im Finale aber gleich doppelt: Erst stürzt sie am Stufenbarren, danach auch noch vom Schwebebalken. Am Boden (14,133 Punkte) und Sprung (14,733 Punkte) turnt sie die Bestwertung des Tages. Auf Platz drei überrascht Jessica Gadirova aus Großbritannien. Die auch erst 16 Jahre alte Athletin erturnt sich 55,1 Punkte, glänzt besonders am Sprung (14,6 Punkte) und Balken (13,5 Punkte) mit der jeweils zweitbesten Note der gesamten Konkurrenz.

Mit Amelie Morgan landet eine weitere Britin auf dem 4. Platz. Die beiden deutschen Elisabeth Seitz und Kim Bui landen auf den Plätzen fünf und sieben. Dazwischen schiebt sich Martina Maggio aus Italien. Lieke Wevers und Naomi Visser aus den Niederlanden folgen danach auf dem achten und neunten Rang. Jutta Verkest (Belgien) komplettiert die Top zehn.

Trio verpasst Finale

Visser und Verkest waren erst heute in den Wettkampf nachgerückt: Mit Larisa Iordache, Vanessa Ferrari und Giulia Steingruber sagten gleich drei der besten zehn Turnerinnen aus der Qualifikation ihre Finalteilnahme ab. Ferrari und Steingruber hatten in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und konzentrieren sich wohl auf die Gerätefinals am Wochenende. Steingruber turnte schon die Qualifikation mit einem stark bandagiertem Oberschenkel. Iordache ist nach ihrer Nierenentzündung noch immer im Krankenhaus.

Die Top zehn in der Übersicht:

  1. Viktoriia Linstunova (RUS) – 56.731
  2. Angelina Melnikova (RUS) – 55.432
  3. Jessica Gadirova (GBR) – 55.100
  4. Amelie Morgan (GBR) – 53.565
  5. Elisabeth Seitz (GER) – 53.398
  6. Martina Maggio (ITA) – 52.366
  7. Kim Bui (GER) – 52.298
  8. Lieke Wevers – (NED) 52.265
  9. Naomi Visser (NED) – 52.199
  10. Jutta Verkest (BEL) – 52.132

Vorschau: Qualifikation der Männer

159 Turner aus 35 Nationen treten bei den Europameisterschaften Basel 2021 an. Auch bei den Männern hatten die meisten Turner ihren letzten internationalen Wettkampf bei den Weltmeisterschaften im Oktober in Stuttgart. Bei der EM 2020 traten viele Nationen wegen der Corona-Pandemie nicht an. Bei der Europameisterschaft Basel 2021 wollen die Athleten zeigen, dass sie die lange Trainingszeit ordentlich genutzt haben. Alle fiebern auf den Saisonhöhepunkt hin: die Olympischen Spiele in Tokio.

Dafür gibt es auch noch zwei Tickets zu vergeben, nämlich für die besten Mehrkämpfer, die noch nicht durch die Ergebnisse in Stuttgart qualifiziert ist. Im Vordergrund steht in Basel natürlich der Kampf um die Medaillen. Erste Fingerzeige der Medaillenanwärter gibt es morgen in der Qualifikation für das Mehrkampffinale am Freitag und die Gerätefinals am Samstag und Sonntag zu sehen.

Wir haben für euch eine Übersicht, wer in welcher Subdivision antritt.

Subdivision 1: 10-12.40 Uhr

Illia Kovtun und Volodymyr Kostiuk sind zwei junge Ukrainer, die bei den Jugendweltmeisterschaften 2019 auf sich aufmerksam machten. Beide dürfen erst seit diesem Jahr bei den Senioren starten, Kovtun ist besonders stark am Barren. Die beiden beginnen zusammen mit Karim Rida, Andreas Toba und Nick Klessing aus Deutschland am Reck. Bei seiner ersten Senioren-WM schaffte Klessing gleich den Einzug ins Ringefinale. Sein Abgang ist spektakulär: Dreifachsalto rückwärts. Mit dabei in dieser Riege ist auch der junge Armene Gagik Khachikyan, ein exzellenter Pauschenpferdturner.

Mit Barren-Weltmeister Joe Fraser dem zweifachen Olympiasieger Max Whitlock sind zwei Topstars direkt zu Beginn der Qualifikation am Start. Whitlock ist amtierender Weltmeister und Olympiasieger am Pauschenpferd, dazu gewann er Gold in Rio de Janeiro am Boden. Sein Ziel sollte klar sein: Den EM-Erfolg von 2019 am Pferd zu wiederholen. Fraser verzichtet auf einen Start im Mehrkampf, turnt am Pauschenpferd, Barren und Reck. Dazu ist Ungarns Nachwuchshoffnung Krisztian Balazs in dieser Riege. Besonders stark ist er am Barren und Reck.

Diese beiden Niederländer wollen im vierten Durchgang dieser Subdivision glänzen: Epke Zonderland und Bart Deurloo. Beide treten nur am Königsgerät Reck an. Seit vielen Jahren steht Zonderland für eine spektakuläre Flugshow am Reck. Bei der WM in Stuttgart verpasste das Finale.

Subdivision 2: 14-16.40 Uhr

David Belyavskiy gehört schon lange zum russischen Team. Besonders stark ist er am Pauschenpferd und Barren, Kandidat für das Mehrkampffinale ist er sowieso. Der Ringe Olympiasieger Eleftherios Petrounias verpasste eine WM-Medaille 2019, zählt dennoch weiterhin zu den besten Ringeturnern der Welt und ist auch in dieser Gruppe.

Die besten Schweizer Mehrkämpfer Pablo Brägger und Christian Baumann beginnen ihren Wettkampf am Pauschenpferd. Brägger war 15. im Mehrkampffinale von Stuttgart bei der EM 2017 gewann er Gold am Reck. Baumann gewann am Barren bei der EM 2015 Silber auch bei der EM 2019 stand er im Barrenfinale. Einer seiner schärfsten Konkurrenten ist der Deutsche Lukas Dauser. Dauser ist auch ein guter Mehrkämpfer, bei der teaminternen Qualifikation war er in Topform. 

Der älteste Turner der gesamten EM ist eine absolute Legende: Marian Dragulescu aus Rumänien. Das er an seinem Paradegerät Sprung noch immer konkurrenzfähig ist, beweist sein vierter Platz bei der WM in Stuttgart. Mit ihm in einer Riege ist der Franzose Leo Saladino, der hier in Basel bei den Senioren debütiert. Sein Paradegerät ist der Sprung. Dazu kommt der ein weiterer Routinier: Cyril Tommasone. Am Pauschenpferd ist der 33-jährige Franzose immer noch Weltspitze.

Mit dem Türken Ahmet Onder ist ein weiterer guter Mehrkämpfer in dieser Subdivision. Der Fünfte im Mehrkampffinale der EM 2019 beginnt am Sprung.

Mit dem Titelverteidiger am Barren Ferhat Arican ist ein weiterer Türke in diesem Durchgang, er beginnt direkt an seinem stärksten Gerät. Obwohl er auch ein guter Mehrkämpfer ist, startet er nur am Barren und Pauschenpferd. An allen sechs Geräten tritt der Niederländer Casimir Schmidt an. Mit dem jungen Italiener Lorenzo Casali ist ein weiterer solider Mehrkämpfer dabei. Außerdem ist mit Ibrahim Colak aus der Türkei der amtierende Welt- und Europameister an den Ringen in dieser Riege.

Subdivision 3: 17-19.40 Uhr

Der große Favorit auf den Mehrkampftitel ist der Russe Nikita Nagornyy. Er ist amtierender Weltmeister und gewann den Mehrkampftitel bei der EM 2019. Außerdem Weltmeister am Sprung, am Boden zeigte im Podiumstraining einen gebückten Dreifachsalto rückwärts. Hier beginnt Nagornyy auch zusammen mit seinem Landsmann Aleksandr Kartsev. Mit ihnen in der Riege: die Schweizer Noe Seifert, Benjamin Gischard, Marco Pfyl und Andrin Frey. Am Boden und Sprung hat Gischard Finalchancen. Dazu ist der Albaner Matvei Petrov, Titelverteidiger am Pauschenpferd, hier dabei.

Am Pauschenpferd beginnt in der dritten Subdivision Loris Frasca aus Frankreich. Er war bei der WM in Stuttgart im Mehrkampffinale, das möchte er sicherlich auch in Basel erreichen. Dazu kommt Artem Dolgopyat, Titelverteidiger am Boden aus Israel. Bei der WM in Stuttgart gewann er Silber.

Auch der Finne Oskar Kirmes möchte in das Mehrkampffinale. Bei der EM vor zwei Jahren erreichte er den 18. Platz. Robert Tvorogal ist amtierender Europameister am Reck. Bei der WM war er im Mehrkampffinale. Die beiden starten am Sprung.

Jake Jarman ist ein junger Brite, der sicherlich gute Chancen auf das Mehrkampffinale hat. Auch sein Landsmann Joshua Nathan tritt an allen sechs Geräten an. Mit Artur Davtyan und Vahagn Davtyan sind zwei Brüder mit in dieser Riege. Artur zählt eigentlich zu den besten Mehrkämpfen Europas, tritt in Basel aber lediglich am Pauschenpferd und Sprung an. Sein Bruder Vahagn zählt zu den besten Ringeturner Europas.

Am Reck beginnt einer der besten Turner an diesem Gerät: Tin Srbic aus Kroatien. Bei der EM und WM 2019 holte er jeweils Silber. 2017 gewann er bei der WM den Titel, Gold bei einer EM fehlt ihm noch. Mit Pawel Kaskow aus Polen ist ein Kandidat für das Mehrkampffinale mit in der Riege. Dazu kommt mit Igor Radivilov der Titelverteidiger am Sprung. Auch an den Ringen hat der Ukrainer gute Finalchancen.

Wer fährt noch nach Tokio?

Diese Turner haben gute Chancen auf die letzten Olympia-Tickets: Casimir Schmidt (NED), Illia Kovtun, Volodymyr Kostiuk (beide UKR), Jake Jarman, Joshua Nathan (beide GBR) und Aleksandr Kartsev (RUS).

Obwohl die Briten, Russen und Ukrainer für die Olympischen Spiele qualifiziert sind, können die aufgeführten Turner ein weiteres Ticket pro Nation lösen, da sie nicht im Team der WM 2019 waren.

Alle Startzeiten findet ihr hier:


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Vorschau: Qualifikation der Frauen

Für die meisten Turnerinnen sind die Europameisterschaften Basel 2021 der erste internationale Wettkampf seit den Weltmeisterschaften im Oktober 2019 in Stuttgart. Die EM 2020 wurde zwar ausgetragen, allerdings verzichteten viele Nationen auf die Teilnahme im türkischen Mersin.

Insgesamt treten 109 Turnerinnen aus 32 Ländern in der Dreiländerstadt an. Neben dem Kampf um die EM-Medaillen und gute Platzierungen ist die kontinentale Meisterschaft auch ein wichtiger Test, wo die Athletinnen im internationalen Vergleich mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio stehen. Außerdem gibt es noch zwei Olympia-Tickets für die besten Mehrkämpferinnen der Qualifikation, die noch nicht für die Spiele qualifiziert ist.

Durch die unterschiedlichen Corona-Regelungen in den verschiedenen Ländern, durften die Turnerinnen auch zu unterschiedlichen Zeiten wieder zurück in das Training. Zudem feiern viele Turnerinnen der Jahrgänge 2004 und 2005 ihre Premiere bei den Seniorinnen. Es gibt spannende Fragen: Haben die Turnerinnen die lange Trainingszeit genutzt, um mehr Schwierigkeiten in ihre Übungen zu packen? Welche jungen Turnerinnen schaffen es, sich direkt bei den Seniorinnen zu etablieren? Aber vor allem: Wer sind die besten Turnerinnen Europas?

Antworten auf diese Fragen gibt es schon Morgen in der Qualifikation, die in vier Subdivisionen aufgeteilt ist. Hier der Überblick, welche Turnerinnen in den jeweiligen Durchgängen antreten:

Subdivision 1: 10-12 Uhr

Am Stufenbarren beginnen die beiden Italienerinnen Giorgia Villa und Alice D’Amato. Villa gewann bei den Youth Olympic Games 2018 Gold im Mehrkampf, tritt in Basel nur am Stufenbarren und Balken an. Bei ihrer ersten WM bei den Seniorinnen in Stuttgart hatte sie großen Anteil daran, dass Italien im Teamfinale Bronze gewann. D’Amato war auch in diesem Team, bei der EM 2019 holte sie Bronze am Stufenbarren.

Mit der Schwedin Jonna Adlertag startet eine weiter Stufenbarrenexpertin an diesem Gerät: Silber gewann sie an den beiden Holmen 2013 und 2018.

Die beiden deutschen Turnerinnen Sarah Voss und Emma Malewski sind ebenfalls in dieser Riege. Voss war bei der WM 2019 eine von zwei Europäerin im Balkenfinale. Sie wird am Balken und Sprung antreten, Malewski wird bei ihrer Seniorinnen-Premiere einen Mehrkampf turnen.

Sehenswert in diesem Durchgang ist sicherlich auch die Rumänin Maria Ceplinschi. Bei den Juniorinnen gewann sie bei der EM 2020 Silber im Mehrkampf. Mit in dieser Riege sind die beiden jungen Russinnen Vladislava Urazova (Gold JWM am Stufenbarren) und Elena Gerasimova (Gold JWM am Schwebebalken) .

Subdivision 2: 13.30-15.30 Uhr

Der zweite Durchgang beginnt mit den beiden Niederländerinnen Tisha Volleman und Naomi Visser am Sprung.

Mit Anina Wildi und Lilli Leanne Habisreutinger gehen die ersten Schweizerinnen bei der Heim-EM an die Geräte. Beide starten am Stufenbarren.

Kandidatin für eine vordere Platzierung im Mehrkampf ist die Britin Alice Kinsella. Im WM-Finale von Stuttgart belegte sie den 12. Platz, bei der EM 2019 sicherte sie sich Gold am Balken. Zusammen mit ihrer Teamkollegin Amelie Morgan beginnt sie am Boden.

Vordere Platzierungen bei der EM 2020 erreichten Anastasiia Bachynska und Anastasiia Motak aus der Ukraine: Motak gewann Bronze am Sprung und Schwebebalken, Bachynska landete am Balken auf Platz vier.

Subdivision 3: 16-18 Uhr

In dieser Subdivision treten einige interessante junge Turnerinnen an. Die Belgierin Noemie Louon ist eine gute Mehrkämpferin, besonders stark ist sie am Stufenbarren. Auch die Ungarin Zoja Szekely ist am Stufenbarren stark. Beide beginnen am Schwebebalken. Mit ihnen in der Riege ist nur eine von zwei amtierenden Europameisterinnen: die Ungarin Zsofia Kovacs. Sie gewann im vergangenen Jahr am Sprung und Stufenbarren Gold. Sie startet allerdings nur am Schwebebalken und Stufenbarren.

Die 16-jährige Britin Jessica Gadirova startet am Stufenbarren, zusammen mit der 14 Jahre älteren Vanessa Ferrari. Die Italienerin mischt schon lange im internationalen Turnzirkus mit: 2006 gewann sie im Mehrkampf die Goldmedaille. In den vergangenen Jahren war sie immer wieder verletzt, in diesem Jahr möchte sie sich für ihre vierten Olympischen Spielen qualifizieren.

Die Polin Marta Pihan-Kulesza ist mit 33 Jahren die älteste Turnerin der EM und tritt in dieser Subdivision an allen vier Geräten an.

Subdivision 4: 18.30-20.30 Uhr

Der am hochkarätigsten besetzte ist der 4. und letzte an diesem Tag

Die Russin Angelina Melnikova ist die große Favoritin auf den Mehrkampftitel. Die Gewinnerin der Bronzemedaille im Mehrkampf der WM 2019 beginnt am Schwebebalken. Mit ihr in einer Riege ist ihre Teamkollegin Viktoriia Listunova. Die 15-Jährige feiert ihre Premiere bei den Seniorinnen und gilt als großes Talent: Sie gewann den WM-Mehrkampftitel bei den Juniorinnen 2019.

Melanie De Jesus Dos Santos aus Frankreich gewann Gold im Mehrkampf und am Boden bei der EM 2019, zeigt ihre Übungen in Basel aber nur am Stufenbarren und Schwebebalken. Am Balken zählt sie zu den Favoritinnen, ebenso wie die niederländische Olympiasiegerin von 2016 Sanne Wevers.

Giulia Steingruber ist die große Medaillenhoffnung der Schweiz, sie gewann 2016 in Rio de Janeiro Bronze am Sprung, ein Jahr später bei der WM ebenfalls Bronze an ihrem Paradegerät. Aber auch im Mehrkampf ist Steingruber stark: 2015 gewann sie bei der EM-Gold, bei der WM in Stuttgart belegte sie Rang 18 im Mehrkampffinale. Steingruber beginnt am Stufenbarren. Auch ihre Landsfrau Stefanie Siegenthaler ist in dieser Riege, außerdem die Türkin Goksu Uctas Sanli, Gewinnerin der Silbermedaille 2020 am Boden.

Die Rumänin Larisa Iordache ist die zweite amtierende Europameisterin in Basel: Am Schwebebalken und Boden gewann sie Gold. 2014 holte sie Mehrkampf-Silber bei der WM. Iordache ist noch nicht für die Spiele in Tokio qualifiziert. Mit ihr am Schwebebalken startet Diana Varinska aus der Ukraine. Die gute Mehrkämpferin belässt es bei einem Start am Balken und Barren.

Für Deutschland starten am Boden die beiden erfahrenen Turnerinnen Elisabeth Seitz und Kim Bui. Seitz belegte bei ihrer Heim-WM 2019 Rang sechs im Mehrkampffinale. Besonders stark sind beide am Stufenbarren: Seitz gewann WM-Bronze 2018 und EM-Bronze 2017, Bui holte bei der EM 2011 ebenfalls Bronze.

Wer fährt noch nach Tokio?

Diese Turnerinnen haben gute Chancen auf die letzten Olympia-Tickets: Larisa Iordache (ROU), Vanessa Ferrari (ITA) Viktoriia Listunova, Vladislava Urazova (beide RUS) und Jessica Gadirova (GBR).

Obwohl die Italienerinnen, Russinnen und Britinnen als Team für die Olympischen Spiele qualifiziert sind, können die Turnerinnen ein weiteres Ticket pro Nation lösen, da sie nicht im Team der WM 2019 waren.

Alle Startzeiten findet ihr hier:


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