Get-together bei der Kunstturn-EM

Während der Kunstturn-EM Basel 2021 fand in einem kleinen Rahmen ein Get-together mit Regierungsvertretern der Kantone Basel-Stadt und Baselland, European Gymnastics, dem Vorstand des Organisations-Komitees und der LOC Geschäftsstelle sowie dem Schweizerischen Turnverband und dem Hauptsponsor UBS, statt.

Zusammentreffen von Regierungsvertreter*innen währen der Kunstturn-EM Basel 2021
Von l.n.r.:
Beat Läuchli, Geschäftsführer LOC; Thomas Aegerter, Regionaldirektor Basel UBS; Martin Leber Vize-Präseident Kunstturn-EM; Dr. iur. Conradin Cramer, Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, Lisa Worthmann, Direktorin European Gymnastics; Dr. Kathrin Amacker, OK-Präsidentin Kunstturn-EM; Dr. Farid Gayibov, Präsident European Gymnastics; Heinz Lerf, Landratspräsident Kanton Basel-Landschaft; Fabio Corti, Zentralpräsident STV; Béatrice Wertli, Direktorin STV. Foto: Joseph Khakshouri

Vorschau: Gerätefinals am Sonntag

Das Balkenfinale der Kunstturn-Europameisterschaften Basel 2021 verspricht Hochspannung. Doch leider wird mit Larisa Iordache aus Rumänien die beste Turnerin der Qualifikation nicht turnen können. Eine Nierenentzündung macht ihren Einsatz nicht möglich. An dieser Stelle wünscht das gesamte Team von Basel 2021 Larisa gute Besserung!

Zum ersten Mal bei dieser EM wird keine russische Flagge bei der Siegerehrung zu sehen sein, denn keine russische Turnerin konnte sich für das Finale am Schwebebalken qualifizieren. Mit Sanne Wevers zählt die Olympiasiegerin zum Favoritenkreis. Dieser Kreis ist recht groß: Zwischen Wevers auf Platz zwei der Qualifikation und der Französin Melanie De Jesus Dos Santos aus Frankreich auf Rang sechs liegen nur 0,067 Punkte. De Jesus Dos Santos war mit dem 5. Platz bei der WM in Stuttgart beste Europäerin am Balken. Dazwischen lagen mit der Britin Amelie Morgen, Lieke Wevers aus den Niederlanden und Martina Maggio (Italien) weitere Topturnerinnen. Außerdem ist die Lettin Elina Vihrova und Marine Boyer aus Frankreich im Finale. Die Polin Marta Pihan-Kulesza wäre als erste Reserveturnerin nachgerückt, sie verletzte sich in der Qualifikation aber am Boden. Auch hier gute Besserung! Stattdessen rückt mit Anastasiia Bachynska aus der Ukrainerin eine junge Turnerin nach, die direkt um eine Medaille turnen kann, wenn sie ihre Wackler aus der Qualifikation abstellt. Auf dem zehn Zentimeter breiten und fünf Meter langen Balken kann alles passieren.

Alt gegen Jung am Boden

Am Boden gibt es mit Angelina Melnikova eine klare Favoritin: Sowohl in der Qualifikation als auch im Mehrkampffinale turnte sie eine schwere Übung ohne großen Fehler und erhielt in beiden Wettkämpfen die höchste Wertung. Mehrkampf-Europameisterin Viktoriia Listunova (15 Jahre) aus Russland überzeugte ebenfalls in beiden Auftritten am Boden in Basel. Auf Rang drei turnte sich in der Qualifikation Jessica Gadirova (16) aus Großbritannien, auch sie bestätigte im Mehrkampffinale ihre Bodenkünste. Dahinter lauern mit Vanessa Ferrari (30) aus Italien und Giulia Steingruber (27) aus der Schweiz zwei erfahrene Turnerinnen. Beide verzichteten auf das Mehrkampffinale und schonten sich für die Gerätefinals. Bei Steingruber lohnte sich das schon im Sprungfinale. Außerdem am Start: Martina Maggio (Italien), Kim Bui (Deutschland) und die Rumänin Maria Ceplinschi. Letztgenannte rückte für ihre Teamkollegin Iordache nach.

Andrey Medvedev aus Israel geht in das Sprungfinale als Qualifikationsbester. Die ersten sechs Turner vom Donnerstag hatten alle einen Ausgangswert von 5,6 Punkten in ihren beiden Sprüngen, es werden also die kleinsten Hüpfer bei der Landung um die Medaillen entscheiden. Kann Mehrkampf-Europameister Nikita Nagornyy seine Serie ausbauen und auch bei seinem fünften Finale eine Medaille gewinnen? In der Qualifikation war er zweiter, seinen Sprung im Mehrkampffinale stand er perfekt. Artur Davtyan aus Armenien ist ein ausgezeichneter Mehrkämpfer, in Basel konzentriert er sich nur auf das Pauschenpferd und den Sprung, das Pferdfinale gestern gewann er. Mit den Briten Giarnni Regini-Moran und Courtney Tulloch, Loris Frascas aus Frankreich, Yahor Sharamkou aus Belarus und dem Ukrainer Igor Radivilov sind sonst nur Sprungexperten im Finale.

Vier Medaillenchancen für die Schweiz

Am Barren ist eine Vorhersage nahezu unmöglich, zu ausgeglichen ist das Feld. Mit dem Deutschen Lukas Dauser, Sieger der Qualifikation, den beiden Russen Nikita Nagornyy und David Belyavskiy, sowie Ferhat Arican aus der Türkei gewann schon die Hälfte der Turner in diesem Finale eine EM-Medaille an diesem Gerät. Auch der Ukrainer Illia Kovtun ist als Junioreneuropameister ein Barrenexperte. Dazu tritt mit Ahmet Onder der amtierende Vize-Weltmeister am Barren an. In der Qualifikation präsentierten sich die beiden Schweizer Christian Baumann (dritter) und Pablo Brägger (sechster) stark. Eine Medaille bei der Heim-WM ist natürlich ein großer Ansporn. Dauser (6,7) und Nagornyy (6,4) stockten im Mehrkampffinale ihre Übung nochmal auf, Dauser machte einen Fehler und musste den Barren verlassen.

Auch am Reck gewann mit Andreas Toba ein Deutscher die Qualifikation. Er und Pablo Brägger (Reckeuropameister 2017) hatten mit 6,3 Punkten die höchste Ausgangswertung. Auch Christian Baumann ist im Reckfinale, er erreichte am Donnerstag den 4. Platz, hinter dem Italiener Carlo Macchini. Mit Krisztian Balazs ist Ungarns Nachwuchshoffnung in seinem ersten Gerätefinale bei den Senioren. 2016 und 2017 gewann David Belyavskiy (Russland) jeweils Bronze am Reck. Die beiden Türken Ahmet Onder und Adem Asil komplettieren das letzte Finale der Kunstturn-Europameisterschaften Basel 2021.

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Steingruber gewinnt Gold – Gischard holt Silber bei nächstem Titel für Nagornyy

Am Boden gewinnt Russlands Nikita Nagornyy seinen zweiten Titel bei dieser EM. Spektakulär sein gebückter Dreifachsalto gebückt zu Beginn seiner Übung, eine Höchstschwierigkeit. Mit 6,8 Punkten in der Ausgangswertung kann kein anderer Finalteilnehmer mithalten. Zweiter wird Benjamin Gischard mit einer super Übung und kaum Wacklern bei seinen Landungen. Das belohnen die Kampfrichter mit der höchsten Ausführungswertung aller acht Turner. Auch der Italiener Nicola Bartolini glänzt mit guter Ausführung und gewinnt Bronze trotz niedriger Ausgangswertung.

  1. Nagornyy 15,166
  2. Gischard 14,966
  3. Bartolini 14,666

Mit ihrer zehnten EM-Medaille ist Giulia Steingruber zurück auf der internationalen Bühne: Bei den Kunstturn-Europameisterschaften Basel 2021 gewinnt Giulia Steingruber Gold am Sprung. Wie schon in Bern 2015 gewinnt Steingruber also den Europameistertitel am Sprung bei einer Heim-EM. Silber sichert sich Jessica Gardirova aus Großbritannien, Bronze geht an Angelina Melnikova aus Russland.

  1. Giulia Steingruber 14,824
  2. Jessica Gardirova 14,466
  3. Angelina Melnikova 14,416

Überraschung am Pauschenpferd: Artur Davtyan aus Armenien gewinnt den Titel vor Nikita Nagornyy, der seine dritte Medaillle gewinnt. Beide bekommen die gleiche Endwertung, da Davtyan die höhere Ausführungsnote erhält, gewinnt er Gold. Bronze geht an Joe Fraser aus Großbritannien.

  1. Artur Davtyan 14,266
  2. Nikita Nagornyy 14,266
  3. Joe Fraser 14,066

Spektakulär geht es im Stufenbarrenfinale zu, das Ergebnis nach den bisherigen Leistungen der Turnerinnen bei der Kunstturn Europameisterschaften Basel 2021 aber weniger überraschend: Angelina Melnikova gewinnt Gold vor ihrer Teamkollegin Vladislava Urazova, die ihr erstes Finale bei den Seniorinnen turnt. Bronze geht an Emelie Morgan aus Großbritannien.

  1. Angelina Melnikova 14,500
  2. Vladislava Urazova 14,333
  3. Amelie Morgan 14,100

An den Ringen wird das griechische Kraftpaket seiner Favoritenrolle gerecht: Eleftherios Petrounias gewinnt verdient und mit deutlichem Abstand Gold. Silber geht an Nikita Nagornyy, der damit in allen bisherigen Wettbewerben bei der Kunstturn-Europameisterschaft Basel 2021 eine Medaille gewinnt. Salvatore Maresca gewinnt für Italien die zweite Bronzemedaille des Tages.

  1. Eleftherios Petrounias 15,400
  2. Nikita Nagornyy 15,033
  3. Salvatore Maresca 14,900

Nagornyy bestätigt Weltklasse

Der Russe Nikita Nagornyy hat seinen Status als bester Turner Europas bestätigt und ein ganz großes Ausrufezeichen in Richtung Olympische Spiele gegeben. Das Mehrkampffinale der Kunstturn-Europameisterschaften Basel 2021 dominiert er vom ersten Gerät an und sichert sich mit 88,032 Punkten souverän die Goldmedaille. An allen sechs Geräten ist er mindestens unter den besten drei Turnern, am Boden, den Ringen, am Sprung und am Reck erzielt er die Tageshöchstwertung. Einen winzigen Fehler bügelt er in Weltklasse-Manier am Pauschenpferd aus. Nagornyy gewinnt damit seinen zweiten EM-Mehrkampftitel und reist als amtierender Welt- und Europameister im Sommer nach Japan. Mit dieser Form ist der 24-Jähirge absoluter Topfavorit auf olympisches Gold.

Dahinter macht David Belyavskiy den zweiten russischen Doppelsieg an diesem Tag perfekt. Sein Rückstand auf Landsmann Nagornyy beträgt nach sechs Geräte schon stolze 2,168 Punkte. Für den russischen Routinier ist es die 16 Medaille bei den kontinentalen Meisterschaften.

Auf Platz drei überrascht der erst 17-jährige Illia Kovtun mit 3,168 Punkten hinter der Spitze. Der Ukrainer steigert sich um fast 3,5 Punkte im Vergleich zur Qualifikation am gestrigen Donnerstag.  Erst in der letzten Rotation des Wettkampfes fängt er Ahmet Onder aus der Türkei ab. Onder stürzt beim Cassina am Reck und verpasst am Ende um 1,266 Punkte seine erste Einzelmedaille bei Europameisterschaften. Sein Teamkollege Adem Asil brach den Wettkampf nach dem Pauschenpferd aufgrund einer Schulterverletzung ab.

Starke Aufholjagd von Brägger

Pablo Brägger aus der Schweiz beendet den Wettkampf auf einem starken fünften Platz. Sein Rückstand auf das Podest beträgt 2,599 Punkte. Nach einem Sturz bei seinem zweiten Gerät dem Pauschenpferd startete er eine starke Aufholjagd, die mit der drittbesten Reckübung des Wettkampfes auf Rang fünf endet. Mit Volodymyr Kostiuk (17 Jahre/Ukraine) auf Platz sieben und Jake Jarman (19 Jahre/Großbritannien) auf Platz zehn kommen zwei weitere Jungspunde bei ihrem Seniorendebüt in die Top zehn.

Für Christian Baumann aus der Schweiz begann der Wettkampf maximal unglücklich: Beim Sprung rutscht er am Sprungbrett ab. Unverletzt turnt er den Wettkampf zu Ende landet aber abgeschlagen aufgrund der Nuller-Wertung am Sprung auf dem 23. Platz. Mit der jeweils drittbesten Barren- und Reckübung dürfte er dennoch mit einem guten Gefühl in die beiden Gerätefinals morgen gehen.

Die besten zehn Mehrkämpfer:
  1. Nikita Nagornyy (RUS) – 88,032
  2. David Belyavskiy (RUS) – 85,864
  3. Illia Kovtun (UKR) – 84,864
  4. Ahmet Onder (TUR) – 83,598
  5. Pablo Brägger (SUI) – 82,265
  6. Robert Tvorogal (LTU) – 82,131
  7. Volodymyr Kostiuk (UKR) – 81,532
  8. Ivan Tikhonov (AZE) – 81,532
  9. Nicola Bartolini (ITA) – 80,311
  10. Jake Jarman (GBR) – 80,231

Die Jugend stürmt das Podest – Listunova gewinnt Gold

Viktoriia Listunova gewinnt bei ihrem ersten Wettkampf bei den Seniorinnen die Goldmedaille im Mehrkampf der Kunstturn-Europameisterschaften Basel 2021. Die 15-Jährige zeigt vier tolle Übungen ohne große Fehler und erturnt sich insgesamt 56,731 Punkte. Am Stufenbarren (14,466 Punkte) und Schwebebalken (14,066 Punkte) bekommt sie die Tageshöchstwertung. Silber gewinnt Angelina Melnikova mit 1,299 Punkten Rückstand auf Listunova. In der Qualifikation war die Reihenfolge der beiden Russinnen noch umgekehrt. Melnikova patzt im Finale aber gleich doppelt: Erst stürzt sie am Stufenbarren, danach auch noch vom Schwebebalken. Am Boden (14,133 Punkte) und Sprung (14,733 Punkte) turnt sie die Bestwertung des Tages. Auf Platz drei überrascht Jessica Gadirova aus Großbritannien. Die auch erst 16 Jahre alte Athletin erturnt sich 55,1 Punkte, glänzt besonders am Sprung (14,6 Punkte) und Balken (13,5 Punkte) mit der jeweils zweitbesten Note der gesamten Konkurrenz.

Mit Amelie Morgan landet eine weitere Britin auf dem 4. Platz. Die beiden deutschen Elisabeth Seitz und Kim Bui landen auf den Plätzen fünf und sieben. Dazwischen schiebt sich Martina Maggio aus Italien. Lieke Wevers und Naomi Visser aus den Niederlanden folgen danach auf dem achten und neunten Rang. Jutta Verkest (Belgien) komplettiert die Top zehn.

Trio verpasst Finale

Visser und Verkest waren erst heute in den Wettkampf nachgerückt: Mit Larisa Iordache, Vanessa Ferrari und Giulia Steingruber sagten gleich drei der besten zehn Turnerinnen aus der Qualifikation ihre Finalteilnahme ab. Ferrari und Steingruber hatten in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und konzentrieren sich wohl auf die Gerätefinals am Wochenende. Steingruber turnte schon die Qualifikation mit einem stark bandagiertem Oberschenkel. Iordache ist nach ihrer Nierenentzündung noch immer im Krankenhaus.

Die Top zehn in der Übersicht:

  1. Viktoriia Linstunova (RUS) – 56.731
  2. Angelina Melnikova (RUS) – 55.432
  3. Jessica Gadirova (GBR) – 55.100
  4. Amelie Morgan (GBR) – 53.565
  5. Elisabeth Seitz (GER) – 53.398
  6. Martina Maggio (ITA) – 52.366
  7. Kim Bui (GER) – 52.298
  8. Lieke Wevers – (NED) 52.265
  9. Naomi Visser (NED) – 52.199
  10. Jutta Verkest (BEL) – 52.132

Vorschau: Qualifikation der Männer

159 Turner aus 35 Nationen treten bei den Europameisterschaften Basel 2021 an. Auch bei den Männern hatten die meisten Turner ihren letzten internationalen Wettkampf bei den Weltmeisterschaften im Oktober in Stuttgart. Bei der EM 2020 traten viele Nationen wegen der Corona-Pandemie nicht an. Bei der Europameisterschaft Basel 2021 wollen die Athleten zeigen, dass sie die lange Trainingszeit ordentlich genutzt haben. Alle fiebern auf den Saisonhöhepunkt hin: die Olympischen Spiele in Tokio.

Dafür gibt es auch noch zwei Tickets zu vergeben, nämlich für die besten Mehrkämpfer, die noch nicht durch die Ergebnisse in Stuttgart qualifiziert ist. Im Vordergrund steht in Basel natürlich der Kampf um die Medaillen. Erste Fingerzeige der Medaillenanwärter gibt es morgen in der Qualifikation für das Mehrkampffinale am Freitag und die Gerätefinals am Samstag und Sonntag zu sehen.

Wir haben für euch eine Übersicht, wer in welcher Subdivision antritt.

Subdivision 1: 10-12.40 Uhr

Illia Kovtun und Volodymyr Kostiuk sind zwei junge Ukrainer, die bei den Jugendweltmeisterschaften 2019 auf sich aufmerksam machten. Beide dürfen erst seit diesem Jahr bei den Senioren starten, Kovtun ist besonders stark am Barren. Die beiden beginnen zusammen mit Karim Rida, Andreas Toba und Nick Klessing aus Deutschland am Reck. Bei seiner ersten Senioren-WM schaffte Klessing gleich den Einzug ins Ringefinale. Sein Abgang ist spektakulär: Dreifachsalto rückwärts. Mit dabei in dieser Riege ist auch der junge Armene Gagik Khachikyan, ein exzellenter Pauschenpferdturner.

Mit Barren-Weltmeister Joe Fraser dem zweifachen Olympiasieger Max Whitlock sind zwei Topstars direkt zu Beginn der Qualifikation am Start. Whitlock ist amtierender Weltmeister und Olympiasieger am Pauschenpferd, dazu gewann er Gold in Rio de Janeiro am Boden. Sein Ziel sollte klar sein: Den EM-Erfolg von 2019 am Pferd zu wiederholen. Fraser verzichtet auf einen Start im Mehrkampf, turnt am Pauschenpferd, Barren und Reck. Dazu ist Ungarns Nachwuchshoffnung Krisztian Balazs in dieser Riege. Besonders stark ist er am Barren und Reck.

Diese beiden Niederländer wollen im vierten Durchgang dieser Subdivision glänzen: Epke Zonderland und Bart Deurloo. Beide treten nur am Königsgerät Reck an. Seit vielen Jahren steht Zonderland für eine spektakuläre Flugshow am Reck. Bei der WM in Stuttgart verpasste das Finale.

Subdivision 2: 14-16.40 Uhr

David Belyavskiy gehört schon lange zum russischen Team. Besonders stark ist er am Pauschenpferd und Barren, Kandidat für das Mehrkampffinale ist er sowieso. Der Ringe Olympiasieger Eleftherios Petrounias verpasste eine WM-Medaille 2019, zählt dennoch weiterhin zu den besten Ringeturnern der Welt und ist auch in dieser Gruppe.

Die besten Schweizer Mehrkämpfer Pablo Brägger und Christian Baumann beginnen ihren Wettkampf am Pauschenpferd. Brägger war 15. im Mehrkampffinale von Stuttgart bei der EM 2017 gewann er Gold am Reck. Baumann gewann am Barren bei der EM 2015 Silber auch bei der EM 2019 stand er im Barrenfinale. Einer seiner schärfsten Konkurrenten ist der Deutsche Lukas Dauser. Dauser ist auch ein guter Mehrkämpfer, bei der teaminternen Qualifikation war er in Topform. 

Der älteste Turner der gesamten EM ist eine absolute Legende: Marian Dragulescu aus Rumänien. Das er an seinem Paradegerät Sprung noch immer konkurrenzfähig ist, beweist sein vierter Platz bei der WM in Stuttgart. Mit ihm in einer Riege ist der Franzose Leo Saladino, der hier in Basel bei den Senioren debütiert. Sein Paradegerät ist der Sprung. Dazu kommt der ein weiterer Routinier: Cyril Tommasone. Am Pauschenpferd ist der 33-jährige Franzose immer noch Weltspitze.

Mit dem Türken Ahmet Onder ist ein weiterer guter Mehrkämpfer in dieser Subdivision. Der Fünfte im Mehrkampffinale der EM 2019 beginnt am Sprung.

Mit dem Titelverteidiger am Barren Ferhat Arican ist ein weiterer Türke in diesem Durchgang, er beginnt direkt an seinem stärksten Gerät. Obwohl er auch ein guter Mehrkämpfer ist, startet er nur am Barren und Pauschenpferd. An allen sechs Geräten tritt der Niederländer Casimir Schmidt an. Mit dem jungen Italiener Lorenzo Casali ist ein weiterer solider Mehrkämpfer dabei. Außerdem ist mit Ibrahim Colak aus der Türkei der amtierende Welt- und Europameister an den Ringen in dieser Riege.

Subdivision 3: 17-19.40 Uhr

Der große Favorit auf den Mehrkampftitel ist der Russe Nikita Nagornyy. Er ist amtierender Weltmeister und gewann den Mehrkampftitel bei der EM 2019. Außerdem Weltmeister am Sprung, am Boden zeigte im Podiumstraining einen gebückten Dreifachsalto rückwärts. Hier beginnt Nagornyy auch zusammen mit seinem Landsmann Aleksandr Kartsev. Mit ihnen in der Riege: die Schweizer Noe Seifert, Benjamin Gischard, Marco Pfyl und Andrin Frey. Am Boden und Sprung hat Gischard Finalchancen. Dazu ist der Albaner Matvei Petrov, Titelverteidiger am Pauschenpferd, hier dabei.

Am Pauschenpferd beginnt in der dritten Subdivision Loris Frasca aus Frankreich. Er war bei der WM in Stuttgart im Mehrkampffinale, das möchte er sicherlich auch in Basel erreichen. Dazu kommt Artem Dolgopyat, Titelverteidiger am Boden aus Israel. Bei der WM in Stuttgart gewann er Silber.

Auch der Finne Oskar Kirmes möchte in das Mehrkampffinale. Bei der EM vor zwei Jahren erreichte er den 18. Platz. Robert Tvorogal ist amtierender Europameister am Reck. Bei der WM war er im Mehrkampffinale. Die beiden starten am Sprung.

Jake Jarman ist ein junger Brite, der sicherlich gute Chancen auf das Mehrkampffinale hat. Auch sein Landsmann Joshua Nathan tritt an allen sechs Geräten an. Mit Artur Davtyan und Vahagn Davtyan sind zwei Brüder mit in dieser Riege. Artur zählt eigentlich zu den besten Mehrkämpfen Europas, tritt in Basel aber lediglich am Pauschenpferd und Sprung an. Sein Bruder Vahagn zählt zu den besten Ringeturner Europas.

Am Reck beginnt einer der besten Turner an diesem Gerät: Tin Srbic aus Kroatien. Bei der EM und WM 2019 holte er jeweils Silber. 2017 gewann er bei der WM den Titel, Gold bei einer EM fehlt ihm noch. Mit Pawel Kaskow aus Polen ist ein Kandidat für das Mehrkampffinale mit in der Riege. Dazu kommt mit Igor Radivilov der Titelverteidiger am Sprung. Auch an den Ringen hat der Ukrainer gute Finalchancen.

Wer fährt noch nach Tokio?

Diese Turner haben gute Chancen auf die letzten Olympia-Tickets: Casimir Schmidt (NED), Illia Kovtun, Volodymyr Kostiuk (beide UKR), Jake Jarman, Joshua Nathan (beide GBR) und Aleksandr Kartsev (RUS).

Obwohl die Briten, Russen und Ukrainer für die Olympischen Spiele qualifiziert sind, können die aufgeführten Turner ein weiteres Ticket pro Nation lösen, da sie nicht im Team der WM 2019 waren.

Alle Startzeiten findet ihr hier:


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